BGH (Urteil vom 25.10.2013 – 5 ZR 212/12, NZM 2014, Seite 40): Wohnungseingangstür als Gemeinschaftseigentum

BGH (Urteil vom 25.10.2013 – 5 ZR 212/12, NZM 2014, Seite 40): Wohnungseingangstür als Gemeinschaftseigentum

Erstmals hatte sich der Bundesgerichtshof konkret mit der Fra-ge zu befassen, ob Wohnungseingangstüren in einer Woh-nungseigentumsanlage dem Sonder- oder dem Gemeinschaftseigentum zuzuordnen sind. Im vorliegenden Fall hatte der betreffende Wohnungseigentümer seine Wohnungsein-gangstür gegen eine anders gestaltete Tür ausgetauscht. Dies akzeptierte die Wohnungseigentümergemeinschaft nicht und forderte den Wohnungseigentümer auf, die neu eingebaute Wohnungseingangstür durch eine Tür zu ersetzen, die den Vorgaben der Wohnungseigentümergemeinschaft entspricht. Hiergegen wehrte sich der betreffende Wohnungseigentümer ohne Erfolg. In Rechtsprechung und Literatur war bislang um-stritten, ob Wohnungseingangstüren dem Sonder- oder dem Gemeinschaftseigentum zuzuordnen sind. Der Bundesgerichts-hof entschied sich für letzteres. Dies führte dazu, dass der be-treffende Eigentümer seine Wohnungseingangstür nicht nach Belieben austauschen konnte, sondern sich an den Vorgaben der Eigentümergemeinschaft auszurichten hatte. Der BGH be-gründete dies damit, dass Wohnungseingangstüren räumlich und funktional in einem Zusammenhang sowohl mit dem Son-der- als auch mit dem Gemeinschaftseigentum stehen und erst durch ihre Einfügung die Abgeschlossenheit der dem Sonderei-gentum zugewiesenen Räume hergestellt wird.